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Nächtliche Perimeteransicht eines Umspannwerks mit Sicherheitszaun
Use Cases

Kritische Infrastruktur in Deutschland unter Druck: Was autonome Perimeterpatrouillen wirklich leisten

Drohnen, Sabotage und unbesetzte Nachtschichten setzen den Perimeterschutz unter Druck. Was der PUMA M20 Protector beiträgt, wo seine Grenzen liegen — und warum erklärter Schutz für das Sicherheitsgefühl genauso zählt wie die Technik.

02. September 202610 Min. Lesezeit

Thomas Beyer & Benjamin Musil

Veyra Robotics

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Kaum ein Sicherheitsthema hat sich zuletzt so schnell verschoben wie der Schutz kritischer Infrastruktur.

Drohnen über Industrieanlagen. Beschädigte Kabeltrassen. Auffälligkeiten an Umspannwerken, Pumpstationen, Rechenzentren und Logistikdrehkreuzen. Was jahrelang als abstraktes Restrisiko galt, ist für Betreiber heute ein operatives Thema mit Meldepflichten, Auditfragen und Vorstandsaufmerksamkeit.

Was in dieser Aufzählung leicht untergeht: Hinter jedem dieser Objekte steht keine Bilanz, sondern eine Versorgung. Ein Umspannwerk ist Licht und Heizung. Eine Pumpstation ist Trinkwasser. Ein Rechenzentrum ist die Notrufannahme, die Patientenakte, der Zahlungsverkehr. Ein Logistikdrehkreuz ist am Ende das gefüllte Regal im Supermarkt.

Der Schutz kritischer Infrastruktur ist deshalb keine reine Unternehmensangelegenheit. Er ist Daseinsvorsorge – und er wirkt in zwei Richtungen: auf die tatsächliche Verfügbarkeit und auf das Vertrauen darauf, dass sie hält. Beides gehört zusammen. Eine Gesellschaft, die an der Verlässlichkeit ihrer Grundversorgung zweifelt, wird nicht dadurch ruhiger, dass die Versorgung technisch noch funktioniert. Umgekehrt ist ein Sicherheitskonzept, das niemand erklären kann, auch dann kein Beitrag zum Sicherheitsgefühl, wenn es objektiv wirkt.

Gleichzeitig verschärft sich ein zweites Problem, über das seltener gesprochen wird: Der Perimeter ist personell nicht mehr durchgängig zu besetzen. Sicherheitsdienstleister finden kein Personal, Nachtschichten sind teuer, und die Qualität eines Rundgangs um 3:40 Uhr ist nicht die eines Rundgangs um 19:00 Uhr.

Genau in dieser Lücke wird über autonome Patrouillenrobotik diskutiert – häufig mit zu großen Versprechen. Dieser Artikel ordnet ein, was ein System wie der PUMA M20 Protector im Perimeterschutz tatsächlich beiträgt, wo seine Grenzen liegen und welche regulatorischen und organisatorischen Fragen vor dem ersten Testlauf geklärt sein müssen.

Er richtet sich an Sicherheitsverantwortliche, Betreiber kritischer Infrastruktur und Werkschutzleitungen, die Robotik nicht als Demo, sondern als belastbaren Baustein eines Sicherheitskonzepts bewerten wollen.

Warum der klassische Perimeterschutz an seine Grenzen kommt

Der übliche Aufbau ist seit Jahrzehnten stabil: Zaun, Zutrittskontrolle, feste Kameras, Bewegungsmelder, dazu Rundgänge durch eigenes oder beauftragtes Personal.

Dieser Aufbau hat drei strukturelle Schwächen:

1. Statische Kameras sehen, was sie sehen – und sonst nichts. Jede feste Kamera hat einen definierten Bildausschnitt. Zwischen den Ausschnitten liegen tote Winkel, hinter Containern, Trafohäusern, Rohrbrücken oder abgestellten Trailern entstehen sie im Betrieb sogar neu. Wer die Abdeckung ausweiten will, kauft mehr Kameras, mehr Masten, mehr Verkabelung – und erhöht damit die Investitionssumme, nicht die Reaktionsfähigkeit.

2. Rundgänge sind selten und ungleichmäßig. Ein Perimeter von vier Kilometern wird nachts nicht dreimal pro Stunde abgelaufen. Er wird ein- oder zweimal pro Schicht begangen – bei schlechtem Wetter unter Umständen anders als im Trockenen. Das ist keine Kritik am Personal, sondern eine Frage von Physik, Kosten und Verfügbarkeit.

3. Vorfälle werden zu spät und zu unscharf dokumentiert. Wenn ein Ereignis im Nachgang bewertet werden muss – durch Behörde, Versicherer oder Auditor – fehlen häufig verwertbare, zeitlich zugeordnete Aufnahmen genau der Stelle, um die es geht.

Der eigentliche Auftrag: Wiederholgenauigkeit, nicht Heldentum

Die verbreitete Erwartung an Sicherheitsrobotik ist die falsche. Ein Patrouillenroboter ist kein Eingreifmittel. Er stellt niemanden, er hält niemanden auf, er greift nicht ein.

Sein Wert liegt woanders: Er fährt dieselbe Route, in derselben Qualität, zu Zeiten, zu denen sonst niemand unterwegs ist – und liefert dabei an identischen Punkten vergleichbare Daten.

Diese Wiederholgenauigkeit ist der eigentliche Bruch mit dem menschlichen Rundgang. Sie erzeugt:

  • eine Zeitreihe statt einer Momentaufnahme: Der Wärmebildwert an Trafo 3 lässt sich über Wochen vergleichen
  • Veränderungserkennung: ein geöffnetes Tor, ein neu abgestelltes Fahrzeug, ein beschädigtes Zaunfeld fallen auf, weil der Vergleichspunkt existiert
  • revisionssichere Dokumentation: jeder Lauf ist protokolliert, mit Zeitstempel und Position
  • Nachtabdeckung ohne Personalexposition in Bereichen, die niemand gern allein betritt

Für die Bewertung eines Vorfalls ist das oft wertvoller als die Frage, wie schnell ein Roboter fahren kann.

Der PUMA M20 Protector im Perimeter-Einsatz

Der PUMA M20 Protector ist ein autonomer Rad-Bein-Roboter der inMotion Robotic GmbH aus Frankfurt am Main. Rad-Bein heißt dabei nicht, dass der Roboter läuft: Der PUMA M20 fährt durchgehend auf Rädern. Treppen, Bordsteine und Einzelhindernisse überwindet er, indem sich jedes Rad einzeln abbremsen und blockieren lässt. Für den Perimeter ist genau das der Unterschied zu einem reinen Fahrwerk – eine Route muss nicht an der ersten Treppe enden.

Für den Perimeterschutz sind vier Eigenschaften relevant.

Frontansicht des PUMA M20 Protector mit Rad-Bein-Fahrwerk und PTZ-Sensorkopf

1. Sensorik, die nachts trägt

An Bord sind zwei LiDAR-Einheiten (vorn und hinten), Front- und Heckkameras, eine PTZ-Kamera mit Wärmebild, GNSS, Lagesensorik (IMU) sowie Mikrofonarray und Lautsprecher. Die Wärmebild-PTZ ist im Perimeterkontext das entscheidende Element: Sie erkennt Personen und Wärmesignaturen unabhängig von Beleuchtung – dort, wo eine klassische Kamera nur Schwarz liefert.

Sensormodul des PUMA M20 Protector mit PTZ-Kamera, LiDAR-Kuppel und Antenne

Kundenspezifische Nutzlasten für Gasdetektion, akustische Überwachung oder Spezialsensorik lassen sich ergänzen. Für Energie- und Chemieanlagen ist das häufig der Punkt, an dem aus einer Sicherheitsrunde zusätzlich eine Inspektionsrunde wird.

2. Auswertung an Bord, nicht in der Cloud

Der Roboter rechnet an Bord: Auf mehreren Octa-Core-Recheneinheiten läuft die ZYGO Cognitive AI Engine (ab der PRO-Ausbaustufe) für Situations- und Verhaltenserkennung. Wie viel Rechenleistung und Speicher konkret bereitstehen, hängt von Variante und Ausbaustufe ab und gehört in die Angebotsklärung.

Für Betreiber kritischer Infrastruktur ist das kein Komfortmerkmal, sondern ein Auswahlkriterium. Ein Sicherheitssystem, dessen Erkennungslogik von einer externen Cloud-Verbindung abhängt, verliert genau dann an Wert, wenn Konnektivität Teil des Angriffsbilds ist.

3. Die Protector-Suite als eigentliches Produkt

Die Software entscheidet über die Alltagstauglichkeit stärker als die Mechanik. Die Protector-Suite (Basic, Basic+, PRO, Enterprise) liefert Routenplanung auf Satelliten- und 3D-Karten, Geofencing, 360°-Livebild mit Gegensprechfunktion sowie Benachrichtigungen per App, E-Mail oder Messenger. REST-API und Webhooks bietet erst Enterprise, SSO bereits ab PRO.

Der API-Zugang ist der Punkt, an dem aus einem Pilotprojekt Regelbetrieb wird: Erst wenn ein Alarm in der bestehenden Leitstelle, im PSIM oder im Ticketsystem ankommt, entsteht eine Alarmkette statt einer weiteren App.

4. Belastbarkeit im Außenbetrieb

Zwei Varianten: M20 Pro mit IP66, −20 bis +55 °C, rund 3 Stunden bzw. 15 km je Ladung, Stufen bis 25 cm. M20 Max mit IP67, −30 bis +55 °C, 3,5 bis 5 Stunden bzw. 16 bis 20 km, Stufen bis 30 cm (Verfügbarkeit angekündigt). Beide Varianten messen 0,82 × 0,43 × 0,57 m, nutzen SLAM und omnidirektionale Hindernisvermeidung, laden in etwa 1,5 Stunden und arbeiten mit Hot-Swap-Akku sowie optional autonomer Ladestation. Für die Protector-Konfiguration nennt der Hersteller eine Dauernutzlast von 15 kg. Diese Werte gelten für das Sicherheitsbündel; Eigengewicht und Nutzlast anderer Ausbaustufen weichen je nach Variante und Ausstattung ab und sind für den konkreten Einsatzfall beim Hersteller zu bestätigen.

Was der Roboter nicht leistet – und warum das wichtig ist

Ein seriöses Sicherheitskonzept beginnt mit den Grenzen des Mittels.

  • Er wehrt nicht ab. Der PUMA M20 ist unbewaffnet und nicht für den physischen Eingriff gebaut: Er erkennt, dokumentiert und alarmiert.
  • Er ersetzt keine Zutrittskontrolle und keinen Zaun. Er ergänzt die vorhandene Perimeterlinie, er ist sie nicht.
  • Er ist keine Drohnenabwehr. Luftgestützte Bedrohungen erfordern andere Systeme und eine andere Rechtsgrundlage; ein Bodenroboter kann allenfalls Beobachtungen am Boden beisteuern.
  • Er ist selbst ein zu schützendes Asset. Ein vernetzter, sensorbestückter Roboter gehört in die Sicherheitsarchitektur – Netzsegmentierung, Härtung, Update-Prozess, Zugriffsrollen. Wer NIS-2-Pflichten erfüllt, muss den Roboter im Geltungsbereich mitdenken, nicht daneben.
  • Er löst kein Prozessproblem. Wenn ein Alarm heute niemanden erreicht, erreicht auch ein Roboteralarm niemanden – nur häufiger.

Recht und Organisation: die Fragen, die vor dem Pilotprojekt geklärt sein müssen

Erfahrungsgemäß scheitern Projekte nicht an der Technik, sondern an vier ungeklärten Punkten.

Datenschutz. Kamerafahrten über ein Werksgelände erfassen regelmäßig Beschäftigte. Erforderlich sind Rechtsgrundlage, Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA), Löschfristen, Zweckbindung und ein dokumentiertes Berechtigungskonzept. Die Protector-Suite ist auf Art. 25, 28 und 32 DSGVO ausgerichtet und verarbeitet die Erkennungsdaten ausschließlich on-premise – der Hersteller führt das System ausdrücklich ohne Cloud-Abhängigkeit. Für die DSFA ist das ein handfestes Argument: Was das Gelände nicht verlässt, muss auch nicht als Drittlandübermittlung bewertet werden. Die Verantwortung für Zweck und Umfang bleibt beim Betreiber.

Mitbestimmung. Ein System, das Verhalten aufzeichnen kann, ist nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mitbestimmungspflichtig. Der Betriebsrat gehört an den Tisch, bevor der Roboter auf dem Hof steht – nicht danach. In der Praxis ist eine Betriebsvereinbarung mit klarer Zweckbeschreibung der schnellere Weg, nicht der langsamere.

Regulatorik. NIS-2 und die Vorgaben für KRITIS-Betreiber verlagern den Nachweisdruck von der Absicht zur Dokumentation. Ein System, das jeden Lauf protokolliert, liefert hier prüffähiges Material. Der Hersteller gibt für den PUMA Protector eine Ausrichtung an NIS-2 sowie CE- und RED-Konformität an und stuft das System als EU-AI-Act-konform ein – Letzteres ist relevant, weil Systeme zur biometrischen Erkennung dort eigenen Anforderungen unterliegen. Genau deshalb lohnt die Festlegung, dass ohne ausdrückliche Rechtsgrundlage keine biometrische Identifikation stattfindet. Die konkrete Einordnung hängt vom Sektor, der Schwellenwertüberschreitung und dem jeweils aktuellen Umsetzungsstand der nationalen Gesetzgebung ab – dieser Punkt muss in jedem Projekt einmal sauber geprüft werden.

Bewachungsrecht. Wo ein Dienstleister die Bewachung erbringt, bleibt sie eine Bewachung nach § 34a GewO. Der Roboter ist Betriebsmittel, nicht Wachperson. Der Hersteller beschreibt das Betriebsmodell ausdrücklich als Human-in-the-Loop: Das System erkennt und eskaliert, die Entscheidung trifft ein Mensch. Die Verantwortlichkeit für die Alarmreaktion muss vertraglich eindeutig zugeordnet sein.

Objektive Sicherheit und Sicherheitsgefühl: zwei Ziele, ein System

Resilienz wird in Kennzahlen gemessen: Wiederanlaufzeiten, Meldefristen, Verfügbarkeitsgrade. Ihre gesellschaftliche Wirkung entfaltet sie aber erst dort, wo Menschen der Versorgung wieder selbstverständlich vertrauen. Für drei Gruppen wird „sich sicher fühlen“ dabei sehr konkret.

Beschäftigte. Die Beschäftigten im Nachtdienst, die eine unbeleuchtete Tanktrasse oder ein abgelegenes Trafofeld bisher allein abgehen mussten, sind die erste Gruppe, bei der sich etwas ändert. Ein Roboter, der die exponierten Abschnitte vorab abfährt und Auffälligkeiten meldet, verschiebt Arbeit von „ungewiss und allein“ zu „geprüft und begleitet“. Das ist kein Nebeneffekt, sondern häufig das erste belastbare Ergebnis eines Pilotprojekts.

Anwohner und Öffentlichkeit. Kritische Infrastruktur steht selten auf der grünen Wiese. Umspannwerke grenzen an Wohngebiete, Pumpstationen liegen an Naherholungsflächen, Logistikzentren an Ortsdurchfahrten. Wer dort nachts erstmals einem Roboter am Zaun begegnet, ohne je von ihm gehört zu haben, erlebt kein Sicherheitsangebot, sondern eine Irritation. Wer vorher weiß, warum das Gerät fährt, was es aufzeichnet und was nicht, erlebt sichtbaren Schutz.

Kunden, Partner und Kommunen. In Ausschreibungen, Lieferantenaudits und Gesprächen mit Aufsichtsbehörden wird zunehmend nicht nur nach Schutzmaßnahmen gefragt, sondern nach deren Nachweis. Lückenlose Laufprotokolle machen aus einer Absichtserklärung eine überprüfbare Aussage.

Akzeptanz entsteht nicht durch Technik, sondern durch Erklärung

Ein Patrouillenroboter ist ein sichtbares Objekt. Genau das ist seine Chance und sein Risiko. Er kann als konkretes Zeichen gelesen werden, dass ein Betreiber seine Verantwortung ernst nimmt – oder als Überwachungsgerät, über das niemand informiert wurde.

Was den Unterschied macht, ist in der Praxis wenig Aufwand und kostet kaum etwas:

  • Unbewaffnet und erkennbar. Kein martialisches Auftreten, keine Anmutung von Eingriff. Der Roboter dokumentiert, er greift nicht durch.
  • Zweck benennen, bevor gefahren wird. Eine kurze Information an Belegschaft, Betriebsrat und – wo das Gelände öffentlich einsehbar ist – an Anwohner und Kommune, mit Ansprechpartner.
  • Klare Grenzen der Auswertung. Keine biometrische Identifikation und keine Gesichtserkennung ohne ausdrückliche Rechtsgrundlage. Was nicht erhoben wird, muss auch nicht erklärt werden.
  • Datenminimierung sichtbar machen. Löschfristen, Zweckbindung und Zugriffsrollen gehören in die Kommunikation, nicht nur in die Akte.
  • Ergebnisse zurückspielen. Wer nach sechs Monaten sagen kann, wie viele Läufe stattgefunden haben und was daraus folgte, führt eine Debatte über Fakten statt über Vermutungen.

Der Punkt ist nicht Öffentlichkeitsarbeit. Der Punkt ist, dass ein Sicherheitssystem im KRITIS-Umfeld zwei Aufträge hat: Es muss wirken, und es muss vermittelbar sein. Das Zweite ist keine Kür – ohne Akzeptanz ist ein Sicherheitskonzept betriebsintern schwer durchzuhalten und nach außen angreifbar.

Wirtschaftlichkeit: die richtige Vergleichsgröße

Der häufigste Bewertungsfehler ist der direkte Vergleich „Roboter statt Wachpersonal“. Er führt fast immer in die Irre, weil er zwei unterschiedliche Leistungen gleichsetzt.

Sinnvoller sind drei Fragen:

  1. Was kostet heute die Absicherung der Zeiten, die nicht abgedeckt sind? Meist lautet die ehrliche Antwort: Sie sind es nicht, weil sie nicht besetzbar sind. Der Vergleich ist dann nicht Roboter gegen Mensch, sondern Abdeckung gegen keine Abdeckung.
  2. Was kostet ein nicht erkannter Vorfall? Bei kritischer Infrastruktur ist die relevante Größe selten der Sachschaden, sondern der Ausfall, die Meldepflicht und die Nachweisführung.
  3. Was spart die Dokumentation? Auditvorbereitung, Versicherungsnachweise und Vorfallrekonstruktion binden Zeit, die selten in der Sicherheitskostenstelle auftaucht.

Der Hersteller nennt für den Praxiseinsatz eine um 70 % schnellere Vorfallreaktion, die dreifache Geländeabdeckung gegenüber menschlichen Rundgängen und 98 % Verfügbarkeit. Solche Werte sind als Herstellerangaben zu lesen und im eigenen Perimeter zu verifizieren – genau dafür ist ein Pilotprojekt da.

In 90 Tagen zu einer belastbaren Entscheidung

Ein Perimeterprojekt lässt sich in überschaubarer Zeit bewerten, wenn es nicht als Technologiedemonstration angelegt wird.

Woche 1–2: Perimeter kartieren. Route festlegen, tote Winkel benennen, kritische Punkte definieren (Tore, Trafos, Tankbereiche, Kabeltrassen, Notausgänge). Ergebnis: eine Karte mit priorisierten Haltepunkten.

Woche 3–4: Alarmkette definieren. Wer bekommt welchen Alarm, auf welchem Weg, mit welcher Reaktionszeit und welcher Eskalation? Ohne diesen Schritt erzeugt das Pilotprojekt Bilder statt Sicherheit.

Woche 5–6: Recht und Mitbestimmung. DSFA, Betriebsvereinbarung, Löschkonzept, Netzanbindung und Härtung. Parallel zur Technik, nicht danach.

Woche 7–12: Pilotbetrieb mit definierten Messgrößen. Sinnvolle Kennzahlen sind: abgeschlossene Läufe pro Nacht, Zeit bis zur Alarmbestätigung, Fehlalarmquote je Streckenabschnitt, Abbrüche und ihre Ursachen, Wartungsaufwand pro Woche.

Warum dieser Roboter in unser Portfolio passt

Veyra Robotics vertreibt Robotik nicht als Selbstzweck. Unser Auftrag ist die Übersetzung zwischen Technologie und Betrieb: Welcher Anwendungsfall trägt, welche Plattform passt dazu, was ist integrierbar, was ist regulatorisch sauber, und wie der Betrieb danach aussieht.

Der PUMA M20 Protector ist für uns deshalb interessant, weil er drei Dinge zusammenbringt, die im Sicherheitsmarkt selten gemeinsam auftreten: eine belastbare Außenplattform aus europäischer Fertigung, Auswertung an Bord statt Cloud-Zwang und eine Softwareschicht mit offenen Schnittstellen.

Das macht ihn nicht zur Antwort auf jede Sicherheitsfrage. Es macht ihn zu einem Baustein, der sich prüfen, integrieren und wirtschaftlich bewerten lässt – und genau darum geht es bei kritischer Infrastruktur.

Mehr zum System finden Sie auf der Produktseite zum PUMA M20 Protector. Für ein Gespräch über Ihren Perimeter erreichen Sie uns über das Kontaktformular, einen Überblick über unsere Lösungsfelder gibt die Seite Lösungen.

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